Aktionsplan bienenfreundliches Rinteln

Der Rat der Stadt Rinteln hat beschlossen:

Die Stadt Rinteln wird einen „Aktionsplan bienenfreundliches Rinteln“ erstellen, um die Lebensbedingungen für Bienen und andere Insekten im Stadtgebiet  zu verbessern.  Dieser beinhaltet:

  • Extensive Pflege und Bewirtschaftung der in kommunaler Hand befindlichen Flächen, Einrichtung von Magerwiesen und das Ausbringen von heimischen Wildblumenmischungen.
  • Angepasste Mahd von Wiesen, Straßenrändern und Grünflächen an die Bedürfnisse von blütenbesuchenden Insekten. Mit den Straßenbaulastträgern nicht stadteigener Straßen sind entsprechende Gespräche zu führen.
  • Anlage blühender Wildblumenwiesen anstelle von eintönigen, artenarmen Rasenflächen zum Beispiel im Blumenwall rund um den „stürmenden Jäger“.
  • Bienenfreundliche Anpflanzungen auf städtischen Flächen unter Verwendung einheimischer und standortgerechter Pflanzen sowie entsprechendem Saatgut  – insbesondere die Anpflanzung von Bienenweidemischungen und -gehölzen sowie Bäumen, mit dem Ziel einer durchgehenden Nektar- und Pollenversorgung, z.B. auf Verkehrsinseln, Straßenrändern, Ausgleichsflächen, am Weserradweg etc., so dass ein kontinuierliches, artenreiches Angebot an Blühpflanzen vorhanden ist.  Mit den Straßenbaulastträgern nicht stadteigener Straßen sind entsprechende Gespräche zu führen. Diese neuen Lebensräume müssen Teil eines Biotopverbundes werden.
  • Verzicht des Einsatzes von Insektiziden und Pestiziden auf den in kommunaler Hand befindlichen Flächen.
  • Angebot von Standplätzen für die Aufstellung von Bienenvölkern für örtliche Imker.
  • Die Schaffung von Nistmöglichkeiten für Wildinsekten (Insektenhotels oder Sandhaufen auf geeigneten Flächen).
  • In Absprache mit den örtlichen Imkern oder Imkerverein die Aufstellung von Schaubühnenkästen an Schulen und Kindergärten, so die Unterstützung der Betreuung dieser Kästen durch örtliche Imker oder Imkervereine gewährleistet ist.
  • Schaffung eines Bienen- und Insektenlehrpfades (erlebnispädagogische Ansätze und touristische Perspektiven).
  • Bildungsangebote zum Thema Bienen und Wildbienen, z.B. Vorträge etc. in Zusammenarbeit mit der VHS.
  • Informationen über bienenfreundliche Gestaltung von Haus- und Kleingärten, entsprechende Pflanzenlisten sowie insbesondere über die Gefährlichkeit von Pestiziden für Bienen auf der Homepage der Stadt.

Der Aktionsplan wird bis zum Frühjahr 2018 unter Einbeziehung aller relevanten Akteure (NABU, Imker, BUND) erstellt und dem Rat vorgestellt.

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