Projekt Innenstadtgrün
Baumscheiben in der Fußgängerzone

Kräuterbeet vor der Engel-Apotheke: Experimentelle Pflanzung auf der Baumscheibe, verschiedene Kräuter und Hornveilchen. Anfang Mai sind die kleinen Pflänzchen gut angewachsen. Das kühle, feuchte Wetter hat ihnen gut getan, besonders aber die freundliche Zuwendung und Pflege durch Mitarbeitende der Engel-Apotheke.

Die Bäume selbst dürfen auf keinen Fall Schaden nehmen. Deshalb wurden im März sehr kleine Pflanzlöcher ausgestanzt und junge Stauden mit kleinen Wurzelballen gesetzt. Ansonsten bleibt der Boden möglichst unbearbeitet.

So manches hat der Baubetriebshof auf diesen Baumscheiben schon ausgepflanzt – mit mäßigem Erfolg, denn die Wachstumsbedingungen unter den Amberbäumen sind hart: extremer Wurzeldruck, Schatten, im Sommer Trockenheit und – kaum zu fassen – Vandalismus und die Hinterlassenschaften von Hunden. Wer bitte tut so etwas?

Diese Elfenblumen haben die Strapazen überlebt. Mitte Mai 2026 sind ihre Blätter wieder präsent, nachdem die Pflanzen sie im Herbst eingezogen hatten. Im diesem Herbst sollen sie Gesellschaft bekommen von Krokussen, Schneeglöckchen und anderen Frühblühern…
Baumscheiben beim Natur-Pavillon
Spontanvegetation vor dem Natur-Pavillon


Im März braucht man noch Phantasie um sich vorzustellen, dass hier überhaupt etwas wachsen könnte. Doch wir sind mutig und warten einfach mal ab…

Mitte Mai: Ein Trittsteinbiotop! Unkraut, würden vielleicht manche sagen, doch der Kleine Klee ist nicht nur Nahrungsquelle für Insekten, sondern auch ein hübscher Bodendecker. Ganz von allein ist er hier eingezogen, bei Margeriten, Frauenmantel und Günsel haben wir ein bisschen nachgeholfen. Mal sehn, ob die wohl auch bleiben…

Mindestens 10 verschieden Arten von Wildkräutern wachsen schon jetzt auf dieser kleinen Fläche. Der NABU kümmert sich darum, dass es vor seiner Haustür nicht allzu wild aussieht

… und so sieht die „gepflegte Baumscheibe“ direkt gegenüber aus.
