Von Gärten und Menschen

Von Gärten und Menschen

Mittelalterliche Gartenszene

Ein Garten ist ein abgegrenztes Stück Land, in dem Pflanzen oder Tiere vom Menschen in Kultur genommen und somit gepflegt (kultiviert) werden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Garten

Die kleine mittelalterliche Darstellung zeigt die Freuden des Gartens, unübersehbar haben darin neben den Rosen auch Vögel ihren Platz.

Pflege macht Mühe! Die wird hier nicht thematisiert, im Mittelalter hatte man dafür sein Personal. Längst sind Gärten nicht mehr dem Adel vorbehalten, auch nicht den Klöstern, die berühmte Nutz- und Medizingärten anlegten. Auch private Gärten dienten zunächst der Selbstversorgung, schon immer aber waren Menschen fasziniert von der Schönheit der Pflanzen. Man suchte die schönsten und leistungsfähigsten heraus und befreite sie von der natürlichen Konkurrenz. So entstanden im Laufe der Zeit unsere Kultursorten mit eindrucksvollen Eigenschaften: dicke Kohlrabi und Rosen mit großen und gefüllten Blüten. Klar ist diese Sicht stark vereinfachend, aber damit sind wir wieder bei der Mühe: Schönheit geht nämlich leider oft zu Lasten der Widerstandsfähigkeit und Konkurrenz begrenzen heißt dann schlicht Unkraut zupfen. So wird man schnell zum Sklaven seines Gartens. Und der dient inzwischen immer weniger der Selbstversorgung als der Selbstdarstellung.

Wie ist das nun mit Ihrem Garten?
Ist da noch Platz für Vögel? ….und für den Igel, den Maulwurf oder gar Insekten?

Menschen sind kreativ, wenn es darum geht, sich Mühe zu ersparen. Wir möchten hier zeigen, dass es in Rinteln Alternativen gibt zu Mähroboter, Schotterfläche und Giftspritze.
In unserer intensiv genutzten Landschaft braucht inzwischen nämlich eher die Natur ‚Pflege‘ und das heißt in diesem Fall:

Mühe sparen! Nicht mehr menschliche Eingriffe, sondern weniger – und Rindenmulch gehört in den Wald!
Lassen Sie sich bezaubern und anregen von Beispielen, in denen ein bisschen Wildnis ganz bewusst Raum findet im privaten Garten. Der Lohn ist spannendes Life-Kino, vom Ansturm der Hummeln auf den (Kultur-)Lavendel über den Tanz der Glühwürmchen in der ungemähten Wiese und die Artistik der Wildbienen an der Nisthilfe bis hin zum Vogelgesang als Hintergrundmusik zum Frühstück.

Stieglitz

Hatten Sie schon mal Stieglitze im Garten?

Klar, an der Futterstelle nehmen die auch Sonnenblumenkerne – bleibt ihnen ja gar nichts anderes übrig. Distelfinken heißen sie allerdings wegen der bevorzugten Futterpflanze.

Wie viel Wildnis könnten Sie dafür zulassen?

Gern öffnen unsere Projektpartner*innen ihre Gartenpforte für Ihren Besuch!
Fragen Sie vorher bitte an unter hallo@hierbluehteuchwas.de

Exten, im August 2021

Maria Rollinger und Sebastian Handl

Nach oben scrollen

Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung stimmen Sie dem zu. Datenschutzerklärung